LONDON, GROSSBRITANNIEN / RankWire.AI / – Die Solarkapazität Großbritanniens erreichte Ende Juni 2026 22,8 Gigawatt und setzte damit einen Rekordzeitraum für Neuinstallationen fort. Das Ministerium für Energiesicherheit und Klimaneutralität zählte landesweit rund 2,076 Millionen Anlagen. Projektentwickler, Unternehmen und Privathaushalte installierten im Juni 2026 27.391 neue Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 132 Megawatt. Die Zahlen gelten als vorläufig, da sich die monatlichen Gesamtzahlen durch verspätete Projektmeldungen noch ändern können.

Im Juni wurde die zweithöchste monatliche Installationszahl in der nationalen Datenreihe verzeichnet. März 2026 bleibt mit 28.782 neu installierten Anlagen der Spitzenmonat. Die Solarkapazität im Vereinigten Königreich stieg in den zwölf Monaten bis Juni um 2,2 Gigawatt. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 10,9 %. Im Jahr 2025 wurden im Land rund 269.000 Anlagen installiert – der höchste jemals verzeichnete Jahreswert. Kleinere Dachanlagen führten die Installationszahlen an, während größere Projekte die Erzeugungskapazität pro Standort erhöhten.
Neue Regelungen für netzbetriebene Solaranlagen treten am 27. August 2026 in Kraft. Die Änderungen schaffen einen legalen Weg für zugelassene Mikrogeneratoren, die mit einem Standard-Haushaltsstecker in Großbritannien betrieben werden können. Zugelassene Produkte dürfen eine Wechselstromleistung von bis zu 800 Watt liefern. Jedes Gerät muss der vorläufigen Produktspezifikation Version 2 entsprechen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Akkumulatoren und Geräte, die Strom aus dem Haushaltsnetz speichern. Die Systeme müssen zudem sicher mit den örtlichen Stromnetzen kompatibel sein.
Das Sicherheitsframework legt Verbindungsregeln fest
Das Gesetzespaket aktualisiert die Vorschriften für Stecker, Steckdosen und elektrische Sicherheit. Das britische Parlament erhielt die Rechtsverordnung am 17. Juli, einen Tag nach der Zustimmung der Minister. Die Maßnahme sieht eine enge Ausnahme für bestimmte Erzeugungsanlagen vor, die über Standard-Haushaltsstecker angeschlossen werden. Eine benannte Stelle muss die Einhaltung der relevanten Anforderungen der Norm BS 1363 überprüfen. Die Produktzulassungsbestimmungen gelten im gesamten Vereinigten Königreich. Die Änderung der Vorschriften zur elektrischen Sicherheit gilt für England, Wales und Schottland.
Die Übergangsnorm legt detaillierte Anforderungen an Verkabelung, Montage, Brandschutz, Kennzeichnung und Verbraucherhinweise fest. In einer technischen Studie wurden repräsentative Solarstromprodukte an Haushaltsstromnetzen getestet. Die Tests ergaben einen stabilen Betrieb unter kontrollierten Bedingungen. Die Forscher stellten keine anhaltende unsichere Stromversorgung oder unzulässige Wärmeentwicklung fest. Sie identifizierten außerdem Unterschiede bei den Exportkontrollen, der elektromagnetischen Verträglichkeit und der allgemeinen Produktqualität. Diese Erkenntnisse prägten die Sicherheitsanforderungen für Produkte, die im Rahmen der neuen Norm auf den Markt kommen.
Konsultation unterstützt kontrollierten Markteintritt
Eine öffentliche Konsultation ergab 466 Rückmeldungen von Unternehmen, technischen Fachleuten, Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit. Über 85 % befürworteten die vorläufige Produktspezifikation. Die meisten Befragten unterstützten auch die vorgeschlagene Änderung der Steckerbestimmungen. Die Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich älterer Hausverkabelung und nicht ordnungsgemäß zugelassener Produkte. Sie wünschten sich zudem eine klarere Erläuterung des Unterschieds zwischen steckbaren Solarmodulen und steckbaren Batteriespeichern. Der endgültige Rahmen sieht vor, dass Speicherprodukte nicht über den zugelassenen Anschlussweg verfügen.
Der Einzelhandel hat sich im Vorfeld des Starttermins im August auf die neue Produktkategorie vorbereitet. Das Angebot umfasst kleine Solaranlagen für Balkone, Gärten und andere geeignete Außenbereiche. Sie eignen sich besonders für Haushalte, die keine herkömmlichen Dachpaneele installieren können. Systeme, die nach diesem neuen Verfahren betrieben werden, dürfen erst ab dem 27. August legal in Betrieb genommen werden. Ab diesem Datum dürfen nur noch zugelassene Produkte mit einer Leistung von maximal 800 Watt an eine normale Haushaltssteckdose angeschlossen werden. Die im Juni verzeichnete Gesamtkapazität beinhaltet keine Installationen, die nach diesem Verfahren erfolgen.
Der Beitrag „Britische Solarkapazität steigt vor den Änderungen im August auf 22,8 GW“ erschien zuerst auf London Dawn .
